15 Feb

Weniger Anweisungen – mehr gute Ziele

Die Macht der Ziele für die Kommunikation in agilen Organisationen nutzen

Management über Anweisungen hat früher schon schlecht funktioniert. Agile Teams werden so nicht zu führen sein. Flexible Organisationen die selbstständig auf Änderungen reagieren und selbst anpassen brauchen nicht das zentrale „Gehirn“ das Anweisungen verteilt was zu tun ist.

Selbstorganisation funktioniert dann, wenn die Ziele klar, stabil und transparent sind. Die Angst, dass damit weniger schnell „umgesteuert“ werden kann ist unbegründet.

Annahme 1 “Mehr Informationen”

Der Manager sieht Veränderungen besser und schneller.  Ggf. weil im Management mehr Informationen verfügbar sind.

Entstehen diese Informationen aus der eigenen Organisation IM Management, oder werden die Informationen stattdessen dorthin kommuniziert? Wenn die Informationen, auf die es zu reagieren gilt in der Organisation entstehen, dauert die Übermittlung Zeit. Der Informationsgehalt wird zudem vielfach vereinfacht um die Information schneller zu Übertragen. Entscheidungen dauern dann ebenfalls noch – speziell, wenn weitere Daten, Studien oder Prüfaufträge folgen.

Informationen, die am Markt oder besser noch am Kunden entstehen, sehen die Teams am schnellsten, die mit dem Kunden direkt interagieren. Ist das in Ihrem Unternehmen immer das Management bzw. die Geschäftsführung oder doch die Produkt-Teams?

Annahme 2 “Anweisungen werden schneller umgesetzt”

Wenn eine Entscheidung getroffen ist, wird der Grund der Veränderung verstanden und die geforderte Maßnahme schnell und genauso wie gefordert umgesetzt.

Maßnahmen, die ohne den Grund kommuniziert werden, werden hinterfragt. Nach meiner Beobachtung werden viele Entscheidungen OHNE den Grund in der Organisation kommuniziert. Die Akzeptanz von Veränderungen die a) nicht von der Organisation selbst kommen und b) deren Grund nicht vollständig klar ist werden hinterfragt. Das passiert so lang, bis der Grund verstanden ist. Wenn die Maßnahmen dann „von außen“ an das Team herangetragen werden, ist die Akzeptanz niedriger als von „eigenen“ Maßnahmen.

Wenn Sie als Führungskraft darauf setzen, dass Sie die richtige Entscheidung bei der Einstellung Ihrer Mitarbeiter getroffen haben, sollten Sie über Ziele statt über Maßnahmen führen. Unternehmen, die das tun sind schneller und reiben sich weniger intern auf. Der Wirkungsgrad wird größer. Der Spaß der Mitarbeiter an der Gestaltung wird merklich besser.

Bei den Zielen sind jedoch nicht individuelle Mitarbeiter Ziele gemeint!  Führen Sie Teams oder auch größere Organisations-(teile) ober Organisations-Ziele.

Die sollten folgende Eigenschaften haben:

  • klar formulier und verständlich
  • präzise und messbar
  • fokussiert

Wenn solche lenkenden Ziele dann auch noch in messbare Einheiten mit der Zeit-Leiste verbunden werden entfalten diese eine mächtige Wirkung bei der Führung agiler Organisationen. Die vielen einzelnen Anweisungen sind nicht mehr notwendig. Sie können sich als Manager aus dem Tagesgeschäft lösen, wichtige strategische Richtungsentscheidungen vorbereiten. Kommunizieren Sie über das WAS nicht das WIE.

Wenn Sie die Überzeugung haben, dass dies in Ihrer Organisation nicht funktioniert, haben Sie evtl. die falschen Mitarbeiter eingestellt oder Ihre Ziele sind nicht „gut“.

Dabei können wir dann helfen – buchen Sie das Sparring „Gute Ziele“ in der wir Ihnen als Sparrings-Partner zur Seite stehen und Ihre Ziele „gut“ gemeinsam „gut“ machen.

Mehr Inhalte zu agilen Teams, Leadership und ähnlichen Themen finden Sie im Blog „agile Mindset“.

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